Kinderspitäler Kantha Bopha: Nachhaltig auch in der Pandemie

Aktualisiert: Aug 31


Kambodscha zählt immer noch zu den ärmsten Ländern der Welt. Mindestens ein Drittel der 16,7 Millionen Einwohner lebt in extremer Armut und muss mit weniger als USD 2 pro Tag auskommen. Die durch die Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise wird diese Zahl um voraussichtlich rund 10% erhöhen. In Kambodscha und Südostasien breitet sich die Delta-Variante wegen des Mangels an Impfstoff schnell aus.

Umso wichtiger ist daher weiterhin die kostenlose und medizinisch einwandfreie Behandlung aller rund 80% kranker Kinder durch die Spitäler Kantha Bopha. Die Spitäler unter der Leitung unseres Führungsteams und der 2500 kambodschanischen Mitarbeitenden funktionieren medizinisch und organisatorisch selbständig und nachhaltig. Das ist eine grossartige Leistung unter erschwerten Bedingungen. Denn die letzte Mission aus der Schweiz fand im Februar 2020 statt. Seither kann die medizinische Unterstützung durch die Spezialisten vom Kinderspital Zürich und anderen Spitälern nur virtuell erfolgen.


Die Pandemie stellt auch die Spitäler Kantha Bopha vor grosse Herausforderungen. Mit Unterstützung unseres Vizepräsidenten Prof. Michael Grotzer und des Infektiologen Prof. Christoph Berger wurde das Covid-Protokoll für Kantha Bopha erstellt, welches vom Gesundheitsministerium als Modell für Kambodscha anerkannt wurde. Wir schätzen sehr, dass die kambodschanische Regierung uns in Phnom Penh ein separates Gebäude mit 200 Betten als Covid Center zur Verfügung stellte, welches durch ein spezielles Covid-Team von Kantha Bopha betrieben wird. Damit sind der normale Spitalbetrieb und unsere Mitarbeitenden besser vor Ansteckungen geschützt. Nach den Prinzipien des 2018 verstorbenen Gründers Dr. med. Beat Richner ist kein Kind allein im Spital. Tag und Nacht ist

(meistens) die Mutter bei ihrem Kind. D.h. in einem normalen Saal mit 30 Betten befinden sich ständig rund 70 Personen (Kinder und ihre Mütter plus Ärzte und Pflegepersonal), weshalb strikte Hygiene und Tests eminent wichtig sind.


Der Tourismus in Kambodscha ist seit dem Rekordjahr 2019 eingebrochen. 2020 und 2021 entgehen der Stiftung daher jährlich rund USD 6 Mio. Ticketeinnahmen bei Angkor Wat (die Stiftung erhält USD 2 pro Besucher der weltberühmten Tempelanlagen).

Bitte unterstützen Sie weiterhin das nachhaltige Lebenswerk von Dr. med. Beat Richner. Jeder Franken hilft heilen, retten und vorbeugen.

Zürich/Phnom Penh, im August 2021


Dr. iur. René Schwarzenbach, Präsident,

Prof. Dr. med. Michael Grotzer, Vizepräsident

Stiftung Kinderspital Kantha Bopha, Dr. med. Beat Richner,

PC 80-60699.1, IBAN Nr. CH98 0900 00008006 0699 1


(Fotos unten von Kantha Bopha Phnom Penh und Siem Reap)