Dieses Lächeln, das bei uns so oft fehlt


Helfen ist keine Einbahnstrasse, das hat die Zürcher Pflegefachfrau Simone Keller bei ihren vielen Einsätzen in den Kantha Bopha Kinderspitälern immer wieder erlebt: «Ich komme jeweils sehr ruhig und ‹bödelet› zurück. Die Arbeit in den Spitälern, die Arbeit mit den Kambodschanern ist unheimlich bereichernd.» Seit 20 Jahren fliegt Simone Keller, Spezialistin für Intensivpflege Pädiatrie am Inselspital Bern, regelmässig nach Kambodscha, «um die einheimischen Pflegefachleute zu befähigen, ihren kleinen Patienten eine gute Pflegequalität zu bieten».


Dabei müsse nicht immer alles im «Swiss-Style» geschehen, «es muss für die Leute vor Ort und ihren Arbeitsalltag Sinn machen». Da die Kambodschaner lange Zeit nur wenig Technik zur Verfügung hatten, «sind sie exzellente Kliniker, sie konnten die Kinder anhand ihrer Beobachtungen immer extrem gut einschätzen. Diese Fähigkeit zu erhalten, ist sehr wichtig, die beste Maschine ersetzt nie den Menschen, das vergessen wir manchmal in der Schweiz vor lauter Technik.»

Sie sieht auch den Fortschritt im Gesundheitswesen durch die von Beat Richner gegründeten Spitäler: «Die Kinder kommen heute viel früher ins Spital, die Kantha Bopha Spitäler sind mittlerweile bis in die kleinsten Dörfer hinaus bekannt. Und jeder hat Vertrauen in die zu erwartende Behandlung.» Simone Keller half auch bei den 2019 in Betrieb genommenen Intensivstationen in Phnom Penh an vorderster Front und in enger Zusammenarbeit mit deren Leiterin, Professorin Nguon Yaneth, der Vizedirektorin (seit 2021) der Spitäler Kantha Bopha in Phnom Penh. (Foto rechts, September 2019)


Was sie auch immer wieder beeindruckt, ist die Arbeitsmoral der Kambodschanerinnen und Kambodschaner, «sie nehmen die Arbeit sehr ernst, geben das Beste, aber nicht so verbissen, wie das bei uns manchmal vorkommt. Ich erlebe in Kambodscha so viel Fröhlichkeit. Ein Lächeln, das oft ausgetauscht wird – das liebe ich und tut mir so gut. Das vermisse ich, wenn ich von einem Einsatz zurückkomme.


Jedes Mal erneut staunt sie auch über die hervorragende Organisation und die immense Anzahl Patienten, die täglich aufgenommen, behandelt, operiert, geimpft wird, «bei uns schlicht nicht vorstellbar. So viele Menschen – und doch herrscht Ruhe und eine Ordnung im System, jeder weiss genau, was er zu tun hat.» Rührend auch die Dankbarkeit der Eltern und ihre aktive Mitarbeit: Bei jedem Kind ist ein Elternteil 24 Stunden am Bett, die Kinder sind nie allein, «Beat hat immer gesagt, dass die lückenlose Präsenz einer Vertrauensperson extrem wichtig für den Heilungsprozess ist – und ich teile diese Meinung. Es ist immer jemand da, der genau Bescheid weiss über den Zustand des Kindes.»


«Obwohl ich die Spitäler langsam kennen sollte, bin ich jedes Mal von neuem tief beeindruckt und überwältigt von den Dimensionen dieser Spitäler. Und dass alles so reibungslos funktioniert. Und stets mit diesem freundlichen Lächeln im Gesicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.»


Die Kinderspitäler von Dr. Beat Richner sind immer noch auf Spenden aus der Schweiz angewiesen. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern herzlich.


Jeder Franken hilft heilen, retten und vorbeugen.


Dr. iur. René Schwarzenbach, Präsident,

Prof. Dr. med. Michael Grotzer, Vizepräsident

Stiftung Kinderspital Kantha Bopha, Dr. med. Beat Richner,

PC 80-60699.1, IBAN Nr. CH98 0900 00008006 0699 1

www.beat-richner.ch, www.facebook.com/dr.beat.richner

Zürich/Phnom Penh, im April 2021

(Alle Fotos, September 2019)

© Beat Richner - Georges Gachot, 1998 – 2021

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